Die Sage vom Frauenfelsen

 

Den senkrecht aufsteigenden Frauenfelsen am „Stadtweg“ oder „Gsteig“ in Obereichstätt schmückt seit alter Zeit eine Muttergottesfigur. Sie ist in einer Nische der Felsgruppe untergebracht.

Es geht die Sage, dass sich einst ein adeliger Reiter nachts bei dichtem Nebel auf einem Ritt über den berg verirrte. In der Finsternis blieb sei Pferd plötzlich stehen. Der Reiter erkannte, dass es vor einem Abgrund Halt machte und er so von einem tödlichen Sturz in die Tiefe verschont blieb. Zum Dank für die wunderbare Rettung lie0 er an der steilen Felswand eine Madonnenfigur anbringen. Den Namen des nächtlichen Reiters aber kennt niemand.

Nach Adolf Oberhofer

 

Anmerkung: Wahrscheinlich ist die Madonnenfigur, eine schöne spätgotische Sandsteinmadonna, deren Original sich heute am linken Seitenaltar in der Pfarrkirche befindet, auf Veranlassung der Fuhrleute aufgestellt wurden, die hier ihre mit Erz beladenen Wagen den steilen Weg hinunter nach Obereichstätt ins Hüttenwerk steuerten.